Die Zirbe – Königin der Alpen

Traditionell kommt Zirbenholz aus Hochgebirgen wie den Zentralalpen und den Karpaten. Dort, weit oben, schafft es die Zirbe bzw, Zirbenkiefer bis zu einer Höhe von 2.500 Metern und darüber hinaus – so hoch wie keine anderen Bäume.
Obwohl sie selbst mehr an einen Strauch erinnert und nur selten ihre maximale Wuchshöhe von 25 Metern erreicht, ist sie botanisch ein klassischer Hartholz-Baum und wird bis zu 1.000 Jahre alt. Durch ihre Robustheit und Unempfindlichkeit gegenüber der Höhe und den zahlreichen Wettereinflüssen, wird die Zirbenkiefer im Volksmund gern als „Königin der Alpen“ bezeichnet. Das Holz der Zirbenkiefer duftet besonders aromatisch und wird als Schnittholz sowie für den Möbelbau verwendet. Samen und Zapfen wiederum werden zur Spirituosen-Herstellung genutzt.

Eigenschaften von Zirbenkieferholz

Das goldbraune bis rötliche Holz der Zirbenkiefer verfügt in Summe über nahezu einzigartige Eigenschaften, die in dieser Form bei anderen Harthölzern nicht vorkommen. Es ist leicht, weich, nagel- sowie schraubenfest, lässt sich gut bearbeiten und verfügt über einen sehr gleichmäßigen und feinen Aufbau. Die Holzstruktur der Zirbenkiefer zeichnet sich durch deutlich erkennbare Jahresringe und eine dekorative Struktur aufgrund der vielen eingewachsenen Äste aus.

Möbel aus Zirbenholz

Zirbenholzmöbel gelten allgemein als Sinnbild für Ruhe und Harmonie. Der Holzart wird nachgesagt, durch die besonders intensiven ätherischen Öle besonders im Schlafzimmer regenerative Effekte zu erzielen. Wer in einem Bett aus Zirbenholz schläft, soll besser und entspannter schlafen. Darüber hinaus soll das aromatisch duftende Holz die ganzheitliche Regeneration des Körpers fördern, die Herzfrequenz senken und bei Wetterfühligkeit helfen. Ein Zirbenholz-Kleiderschrank wiederum soll effektiv vor Motten schützen und zusätzlich antibakteriell sowie keim- und pilzabtötend wirken, was besonders für Allergiker interessant ist. Zirbenholzmöbel müssen aufgrund ihres hohen Harzanteils in der Regel weder gewachst und geölt, noch besonders geplegt werden. Zur Reinigung genügt ein angefeuchtetes Staubtuch.

* Wissenschaftliche Belege für die wohltuende Wirkung des Alpen-Holzes sind rar. Eine von dem Physiologen Max Moser vom Joanneum-Forschungsinstitut in Graz erstellte Studie über die Verbesserung der Schlafqualität in Zirbenholzbetten, wird aufgrund der geringeren Teilnehmerzahl von anderen Forschern angezweifelt. Allerdings räumt die die Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin Dr. Martina Bögel ein: „Eine schöne Umgebung und angenehme Gerüche können den Schlaf schon positiv beeinflussen. Man darf nicht vergessen, dass die Psyche eine große Rolle spielt.“