Schlafzimmertemperatur – die optimalen Bedingungen für Ihren Schlaf
Gesundheit & Wohlbefinden

Die ideale Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer

Nicht nur die Schlafzimmertemperatur, sondern das gesamte Raumklima hat Einfluss auf unsere Schlafqualität. Wir verraten, wie Sie die idealen Bedingungen in Ihrem Schlafzimmer schaffen, um bestmöglich und vor allem gesund zu schlafen.

Schlafzimmertemperatur – richtig heizen und lüften

Auch wenn es im Winter bitterkalt werden kann: Das Schlafzimmer sollte möglichst wenig bis gar nicht geheizt werden. Der Grund: die Heizungswärme vermindert die Luftqualität und sorgt dafür, dass die Schlafzimmertemperatur zu hoch wird. Genau wie für Babys gilt auch für Erwachsene: die ideale Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte 16 bis 18 Grad betragen. Bei höheren Grad-Zahlen besteht die Möglichkeit einer Überwärmung, was dazu führen kann, dass Sie während des Schlafens schwitzen. Ist es hingegen im Raum zu kalt, reagiert unser Körper oft mit einer dauerhaften Muskelanspannung. Aber Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel: Bei älteren Menschen erhöht sich in der Regel das Bedürfnis nach Wärme. Hier ist eine Schlafzimmertemperatur von 20 Grad durchaus in Ordnung. So oder so kommt es laut Dr. Peter Geisler, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums Regensburg, aber auf das individuelle Wohlgefühl an.

Schlafzimmer zu warm oder zu kalt? Der Schlaf leidet

Experten sind sich einig: Der Mensch schläft am besten, wenn er weder friert noch schwitzt. Laut Dr. Geisler sei es auch erwiesen, dass jemand, der kalte Füße hat, schlechter schläft. Zu viel Wärme macht es aber auch nicht besser. Wer im Schlaf schwitzt, wacht wesentlich häufiger auf (auch unbewusst) und schläft damit ebenfalls schlecht. Grundsätzlich gilt: Kann unser Körper seine Eigentemperatur von 36 bis 36,5 Grad perfekt halten, ist die Umgebungstemperatur ideal. Das ist allerdings nicht nur von der Raumluft abhängig, sondern natürlich auch von der Bettdecke, dem Schlafanzug, der Matratze usw. Fachleute raten daher dazu, mit diesen Faktoren selbst zu experimentieren, bis man sich am wohlsten fühlt.
Frischluft im Schlafzimmer
Jede Nacht verbraucht ein Erwachsener durchschnittlich 160 Liter Sauerstoff. Ist die Konzentration im Raum zu niedrig, atmen wir schneller. Dadurch erhöht sich unsere Aktivität im Schlaf. Die Folge: Wir schlafen unruhiger und schlechter. Besonders wichtig daher für einen erholsamen und gesunden Schlaf: Frische Luft. Wer besonders kälteempfindlich ist und das Fenster über Nacht nicht öffnen möchte, lüftet am besten eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen einmal gut durch, mindestens 15 Minuten. Öffnen Sie dazu das Fenster sowie die Tür weit und sorgen Sie für Durchzug. Achtung: Heizung vorher abdrehen, damit das Thermostat nicht hochheizt.

Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer

Wie bereits erwähnt spielt neben der Schlafzimmertemperatur auch die Luftfeuchtigkeit eine große Rolle. Warme, trockene Heizungsluft sollte im Schlafzimmer unbedingt vermieden werden. Sie trocknet die Schleimhäute aus und sorgt oft dafür, dass morgens die Nase verstopft ist, wir husten müssen oder der Kopf dröhnt. Ideal für das Schlafzimmer ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 bis 45 %. Denn: Während wir Schlafen erhöhen sich durch unsere Atmung, Dunst und Schwitzen die Werte von selbst auf 50 bis 55 %. Wer mit trockener Luft im Schlafzimmer zu kämpfen hat, kann durch die folgenden Methoden Abhilfe schaffen:

  • Luftbefeuchter. Geräte, die die Raumluft im perfekten Gleichgewicht halten gibt es schon ab ungefähr 40 € im Fach- oder Online-Handel. Preise und Qualität schwanken jedoch enorm. Lassen Sie sich daher am besten von einem Schlafexperten zum idealen Luftbefeuchter beraten.
  • Günstiger und ähnlich wirksam: Ein feuchtes Handtuch auf die Heizung oder ein mit Wasser gefülltes Schälchen auf die Fensterbank. Letzteres bitte täglich austauschen, da sich sonst zu viele Keime bilden können.

Doch Vorsicht: Zu feuchte Luft kann die Bildung von Schimmelpilzen begünstigen.
Wie Sie die idealen Bedingungen in Ihrem Schlafzimmer schaffen, ohne sich gesundheitlichen Risiken auszusetzen, erklärt Ihnen auch gerne ein erfahrener Schlafberater.